Hausverwaltungssoftware im Vergleich:
sechs Fragen statt Testsieger
Einen Testsieger von Stiftung Warentest gibt es für Hausverwaltungssoftware nicht — die Suche danach auf test.de lief am 24. und erneut am 29. September 2026 ins Leere. Wo „Testsieger“ steht, steht meist die Rangliste eines Vergleichsportals. Das macht sie nicht wertlos, aber es macht sie zu keinem Test: Fragen Sie dort, wonach bewertet wurde.
Sie können die Entscheidung also niemandem abgeben. Sie können sie aber klein machen: sechs Fragen, die jeder Anbieter beantworten muss, und zwar vorgeführt statt zugesagt. Wir beantworten sie hier für uns mit — auch da, wo die Antwort gegen uns ausfällt.
- 1.Komme ich wieder heraus?
- Die Frage, die keine Bestenliste stellt – und die Sie zuerst stellen sollten, denn Sie beantworten sie nach dem Wechsel nicht mehr selbst. Lassen Sie sich den Export vorführen, nicht zusagen: Welche Tabellen kommen heraus, in welchem Format, und sind die hochgeladenen Dokumente im Original dabei? Bei uns: je Objekt ein ZIP mit allen Tabellen als CSV und jedem Dokument als Originaldatei, dazu DATEV-Stapel und Ableselisten. Die Grenze gehört dazu: kein Gesamtexport über alle Objekte mit einem Klick, und kein Format, das ein anderes Programm direkt einliest.
- 2.Rechnet sie die Heizkosten selbst – oder nur den Messdienst nach?
- Hier trennt sich der Markt, und in keiner Funktionsliste steht es deutlich. Viele Programme lesen die Abrechnung von Techem, ista oder Brunata ein und rechnen selbst nicht. Das genügt, solange ein Messdienst im Haus ist. Fällt er weg oder fehlen Werte, brauchen Sie die eigene Berechnung: Grund- und Verbrauchskosten 30/70 oder 50/50, Warmwasser, § 9a HeizkostenV bei fehlender Erfassung, CO₂-Aufteilung nach CO2KostAufG. Beides geht hier – fragen Sie bei jedem Anbieter, welcher der beiden Wege gemeint ist.
- 3.Weiß sie, was am Objekt passiert ist?
- Abrechnen kann jedes dieser Programme. Der Unterschied liegt davor: Woher kommen die Zahlen? Wenn Zählerstände aus Zetteln abgetippt und Schäden aus Anrufen nachgetragen werden, rechnet die beste Software eine Abrechnung aus Erinnerungen. Hier hängt an derselben Datenbank die Hausmeister-App: Rundgang mit QR-Nachweis am Objekt, Schaden mit Foto und Zeitstempel, Zählerstand dort erfasst, wo er steht. Kein Vergleichsportal misst das, weil es keine Zeile in einer Funktionstabelle ist.
- 4.Wonach wird bezahlt – Einheiten oder Arbeitsplätze?
- Rechnen Sie mit Ihrer eigenen Zahl, nicht mit dem Einstiegspreis aus der Anzeige. Zwei Modelle sind üblich: je Einheit oder je Arbeitsplatz und Modul. Bei gleicher Verwaltung kommen dabei sehr verschiedene Summen heraus – besonders, wenn im Büro mehrere Leute mitarbeiten. Hier zählen nur Einheiten: 9 € bis 20, 39 € bis 100, 99 € bis 300 netto im Monat, kein Grundpreis, beliebig viele Büromitarbeiter, 14 Tage Probezeit.
- 5.Wie kommt mein Bestand hinein?
- Die Frage, die den Wechsel meist verhindert – nicht der Preis. Bei den etablierten Programmen läuft das über CSV- und Excel-Import mit Spaltenzuordnung; wer aus Ordnern und PDFs kommt, tippt ab. Hier gibt es zusätzlich die Datenübernahme per KI: Altunterlagen als ZIP hineinwerfen – Verträge, Abrechnungen, Protokolle, Tabellen –, die KI ordnet zu und fragt nach, wo sie unsicher ist. Wie lange das bei Ihrem Bestand dauert, versprechen wir nicht; eine Zahl dazu hätten wir uns ausgedacht.
- 6.Wer steht dahinter, und wie lange schon?
- Das ist unsere schwächste Antwort, und sie bleibt trotzdem hier stehen. Die App ist neu, es arbeiten wenige Verwaltungen damit, und eine Referenzliste haben wir nicht – es gibt keinen Kunden, dessen Zustimmung zur Nennung vorliegt, und ohne die schreiben wir keinen Namen auf diese Seite. In den Ranglisten der Vergleichsportale fehlen wir ebenfalls — für eine Listung zahlen wir nicht.
Wer für welche Verwaltung gemacht ist
Keine Punkte, keine Reihenfolge, keine fremden Beträge — eine veraltete Eurozahl wäre irreführender als keine, deshalb nennt die letzte Spalte das Modell und nicht den Preis. Die Spalte „Nennt selbst“ ist wörtlich zu nehmen: Dort steht, was der Anbieter am 24. September 2026 auf seiner eigenen Seite schrieb — nicht, was sein Programm kann. Fast jedes kann mehr, als auf der Startseite steht. Wo „nicht geprüft“ oder „nicht öffentlich gefunden“ steht, tragen wir lieber nichts ein als Halbwissen; fragen Sie es dort direkt. Eine Bestenliste, in der jede Zelle gefüllt ist, hat diese Zurückhaltung nicht — und muss sie auch nicht haben, weil sie nichts belegen muss.
| Programm | Für wen es gemacht ist | Nennt selbst | Betrieb | Abrechnung |
|---|---|---|---|---|
| Haufe PowerHaus | Gewachsene professionelle Verwaltungen, bekannt für die Anbindung an DATEV. | Seite nicht erreichbar | nicht geprüft | |
| DOMUS | Verwaltungen mit gemischten Beständen und vielen Sonderfällen. | WEG-Verwaltung | Cloud genannt | |
| Immoware24 | Kleine bis mittlere Verwaltungen — im Büroumfang der direkteste Vergleich zu uns. | Miete, WEG, Sondereigentum | Cloud | |
| objego | Ausdrücklich „für private Vermieter“, nicht für Verwaltungsbetriebe. | Vermieten, online | Cloud | |
| WISO Hausverwalter 365 | Kleinere Verwaltungen und Privatvermieter, von Buhl. | Mieter- und WEG-Verwaltung | nicht geprüft | |
| DailyWalker | Verwaltungen mit eigenen Hausmeistern — die Objektdaten entstehen am Objekt. | Miete und WEG, je Objekt | Cloud |
Lexware hausverwaltung wird weiter gesucht, gibt es unter diesem Namen aber nicht mehr — Aareon hat das Produkt 2024 übernommen. Was das für Suchende bedeutet und wie WISO Hausverwalter dagegen steht, haben wir auf einer eigenen Seite zusammengetragen: Alternative zu Lexware Hausverwaltung und WISO.
Woher das kommt, und wann geprüft: Die Aussage zu Stiftung Warentest stammt aus der Suche nach „Hausverwaltungssoftware“ auf test.de am 24. September 2026 — sie lieferte keine Ergebnisse. Die Marktangaben stammen aus den Produktseiten der Anbieter selbst, aufgerufen am 24. September 2026 und als Kopie samt Bildschirmfoto abgelegt; Haufes Produktseite war von uns an diesem Tag nicht erreichbar. Die Übernahme durch Aareon zum 30. Juni 2024 stammt aus der Fachpresse. Das Abrechnungsmodell — je Einheit oder je Arbeitsplatz — fragen Sie besser direkt beim Anbieter: Es steht nicht bei allen öffentlich, und es ist die Zahl, die Ihre Rechnung am Ende bestimmt.
Die Frage „komme ich hinein und wieder heraus" in Bildern
Links die Übernahme aus einer anderen Verwaltung: ein ZIP hinein, die KI ordnet zu und fragt nach. Rechts eine Abrechnung im Entwurf — das, woran Sie in 14 Tagen selbst sehen, ob die Zahlen zu Ihrem Bestand passen.


Häufige Fragen zum Vergleich
Gibt es einen Stiftung-Warentest-Testsieger für Hausverwaltungssoftware?+
Nein. Die Suche nach „Hausverwaltungssoftware“ auf test.de lieferte am 24. und am 29. September 2026 keine Ergebnisse, die nach „Nebenkostenabrechnung Software“ keinen Softwaretest. Wo „Testsieger“ steht, steht die Rangliste eines Vergleichsportals. Die sechs Fragen auf dieser Seite ersetzen sie nicht, aber sie lassen sich bei jedem Anbieter vorführen.
Was ist die beste Hausverwaltungssoftware?+
Die Frage hat keine allgemeine Antwort, weil zwei Verwaltungen mit derselben Zahl an Einheiten völlig verschieden arbeiten. Erschwerend kommt hinzu, dass dieselben Programme je nach Anbieter als Hausverwaltungssoftware, Immobilienverwaltung oder Mietverwaltung verkauft werden — die Namen sagen nichts über den Umfang. Sinnvoll ist die Frage nur mit Ihrem Bestand: Miete oder WEG oder beides, wie viele Einheiten, eigener Hausmeister oder Fremdfirmen, welcher Messdienst, welches Steuerbüro. Die sechs Fragen oben führen zu einer Antwort, die für Ihren Betrieb gilt.
Worauf achten Vergleichsportale nicht?+
Auf drei Dinge, die nach dem Wechsel zählen: ob Sie Ihre Daten vollständig wieder herausbekommen, ob die Software selbst nach HeizkostenV rechnen kann oder nur den Messdienst nachliest, und woher die Zahlen am Objekt kommen. Alle drei stehen in keiner Funktionstabelle, weil sie sich nicht mit einem Häkchen beantworten lassen.
Kann ich DailyWalker vergleichen, ohne zu zahlen?+
14 Tage Probezeit, monatlich kündbar; ein Zahlungsmittel wird beim Start hinterlegt, abgebucht wird in den 14 Tagen nichts. Sinnvoll ist, in dieser Zeit ein echtes Objekt anzulegen und eine Abrechnung bis zum PDF durchzurechnen – das beantwortet mehr als jede Bestenliste.
Der Vergleich, der wirklich entscheidet
Legen Sie ein echtes Objekt an und rechnen Sie eine Abrechnung bis zum PDF durch. Das beantwortet in einem Nachmittag mehr als jede Bestenliste — bei uns und bei jedem anderen Anbieter, den Sie in die Auswahl nehmen. 14 Tage, monatlich kündbar, in den 14 Tagen wird nichts abgebucht.
Was die Hausverwaltung kannWer nur abrechnen will und keine ganze Verwaltungssoftware sucht: Nebenkostenabrechnung-Software. Alle Preisstufen auf der Preisseite. Die Grenzen stehen offen auf der Seite zur Hausverwaltung unter „Sechs Dinge, die dagegen sprechen“.